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| Grenze heute |
| An der ehemaligen innerdeutschen Grenze und West-Berlin finden sich heute zahlreiche Einrichtungen und Initiativen, die sich eine Vermittlung der Grenzsituation in der Zeit des Kalten Krieges in Deutschland auf die Fahnen geschrieben haben. Es handelt sich hierbei um Einzelpersonen, Vereine oder Stiftungen, die oft aus den unterschiedlichsten Beweggründen diese Zeit und Geschehnisse vermitteln wollen. Drei Kategorien können hier benannt werden: 1. Grenzdenkmale: Objekte und Baulichkeiten die von Menschenhand zur Grenzmarkierung, Kontrolle oder Grenzsperre der Zonengrenze, später der innerdeutschen Grenze und der Grenzbefestigung zu West-Berlin erbaut wurden. Es kann sich hierbei um oberirdische Relikte oder unterirdische Monumente handeln. Diese Anlagen wurden vor 1990 erbaut und erfüllten Aufgaben an der innerdeutschen Grenze und West-Berlin im Sinne der Grenzgesetzgebung der DDR. Auch Kontroll- und Informationseinrichtungen auf dem Gebiet der Altbundesrepublik zählen hierzu. www.deutsches-kuratorium.de Deutsches Kuratorium zur Förderung von Wissenschaft, Bildung und Kultur e.V. Postfach 4071, 97408 Schweinfurt Tel./Fax: 09720/890 2. Grenzlandmuseen: Dies sind Baulichkeiten oder Sammlungen, die als Gesamtanlagen nach 1990 erbaut wurden. Oft stellen Grenzlandmuseen eine Mischform aus Grenzdenkmalen und Erinnerungsstätten dar, meistens handelt es sich um Geschäftsbetriebe, die Gewinn erzielen müssen mit zahlreichen Zusatzangeboten, Ausstellungen, Mustergrenzen, Fuhrparks, Souvenirverkauf, Cafeteria u.a.m. Teilweise ist hier eine deutliche politische Ausrichtung erkennbar und gewollt. Grenzlandmuseen sollten sich einer musealen Konzeption verpflichtet fühlen. Sie vermitteln die Geschichte, mittels original erhaltener Exponate in Verbindung mit unterschiedlichsten Anschauungsmaterialien und Hilfsmitteln. Arbeitsgemeinschaft Museen, Gedenkstätten und Denkmale an der ehemaligen innerdeutschen Grenze Mödlareuth Nr.13 95183 Töpen Tel: 09295/1334 Fax:1319 3. Erinnerungsstätten: Erinnerungsstätten spiegeln die unterschiedliche Erinnerungskultur der Bevölkerung im grenznahen Raum wieder. Erinnert wird an Ereignisse, Vorkommnisse oder Unglücksfälle, aber auch an Freudentage oder Jahrestage. Teilweise sind Mischformen mit Grenzdenkmalen zu erkennen. Die Erinnerung erfolgt beispielsweise auf Tafel, Steinen, Bäumen, Plastiken, Metallfragmenten, aber auch kirchliche oder künstlerische Motive finden sich hier. Erinnerungsstätten aus der Zeit der deutschen Teilung, die z.B. an Unglücksfälle oder Grenzzwischenfälle erinnern, bilden hierbei einen eigenen Status. Erinnerungsstätten haben keine museale Konzeption. Auch reicht der Zeugniswert im Sinne eines Grenzdenkmales nicht aus. www.deutsches-kuratorium.de Deutsches Kuratorium zur Förderung von Wissenschaft, Bildung und Kultur e.V. Postfach 4071, 97408 Schweinfurt Tel./Fax: 09720/890 |